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Die unterschätzte Krankheit

Depression ist eine der häufigsten Krankheiten. Schätzungsweise mehr als
fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Nach der
Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) wird bei
der Depression in leichte, mittelgradige oder schwere depressive
Episoden unterschieden. Studien gehen davon aus, dass nur bei der Hälfte
der Betroffenen die Störung erkannt wird – ein noch geringerer Anteil
wird adäquat behandelt. Etwa 10 Prozent der Patienten, die wegen einer
schweren depressiven Episode stationär behandelt werden, nehmen sich im
weiteren Verlauf der Erkrankung das Leben.

Videos im Morgenmagazin

Video: Depressionen – Interview mit Maria Strauß, Universitätsklinikum Leipzig

Video: MOMA-Reporter: Depressionen – die unterschätzte Krankheit

Deutschland-Barometer Depression

Überblick über Depressionen in Deutschland 2018 |

Studienergebnisse: Auswirkungen der Depression auf Partnerschaft und Familie.

Die Erkrankung Depression belastet Partnerschaft und Familie in hohem Maße: 84 Prozent der Erkrankten haben sich während ihrer Depression aus sozialen Beziehungen zurückgezogen. Die repräsentative Befragung untersucht Einstellungen und Erfahrungen zur Depression in der Bevölkerung. Befragt wurden 5.000 Personen zwischen 18 und 69 Jahren aus einem repräsentativen Online-Panel für die deutsche Bevölkerung in Privathaushalten.

Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Pressemitteilung

Die Sendung mit der Maus Spezial

Einem Menschen mit einem gebrochenen Bein oder einem schlimmen Husten
sieht man direkt an, dass es ihm gerade nicht gut geht. Es gibt aber
auch Krankheiten, die sind nicht so leicht zu erkennen und auch der
Kranke selbst kann gar nicht genau sagen, wo der Schmerz sitzt oder wo
er herkommt. Hier erzählen vier mutige Kinder, wie sich so eine
unsichtbare Krankheit anfühlt und wie sie damit umgehen.

In der Themensendung mit der Maus ist das Ziel, Kinder und deren Familien zu erreichen und über psychische Störungen im Kindesalter aufzuklären.

Zur Sendung und zur Homepage

10. Lauf gegen Depression

Bei der zehnten Auflage des Freundschaftslaufes gegen Depression wurde erneut der Teilnahmerekord gebrochen. Mehr als 340 LäuferInnen gingen bei wunderschönem Herbstwetter an den Start.  Im Vorjahr waren es rund 280 TeilnehmerInnen. Den Pokal für die größte Gruppe gewann die Adipositas Selbsthilfegruppe Winterberg mit 116 TeilnehmerInnen. Gefolgt von 75 TeilnehmerInnen des Judoclubs Folsterhöhe.

Fotogalerie 10. Lauf gegen Depression

Wochenspiegel Fotogalerie Lauf gegen Depression

In diesem Jahr gab es wieder den Stundenlauf: Die Teilnehmenden liefen 15, 30 oder 60 Minuten. Anhand der Streckenmarkierungen sahen sie, welche Distanz sie in der vorgegeben Zeit zurückgelegt hatten.

Beim zehnten Lauf gegen Depression konnten alle, die sich bewegen wollen, an den Start gehen. Laufen, schnelles Gehen, Spazieren oder Rollen – alles war möglich. Obwohl der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund steht, war der Stundenlauf auch für Profiläufer interessant, die ihre Fitness testen wollten. 

Mit dem Freundschaftslauf will das Bündnis auf die Situation von depressiv erkrankten Menschen und ihren Angehörigen aufmerksam machen und für ein faires Miteinander werben. Die Aktion soll aber auch hervorheben, dass Bewegung in der Gruppe einen wichtigen Beitrag zu besserem psychischem Wohlbefinden, insbesondere für depressiv Erkrankte, leisten kann. Sportliche Betätigung hat viele positive Effekte auf den Verlauf der Erkrankung und auf das Selbstwertgefühl der Betroffenen. Das Miteinander, die Bewegung und die Freude am gemeinsamen Erleben standen damit auch in diesem Jahr bei der zehnten Auflage des Freundschaftslaufes gegen Depression im Vordergrund – Elemente, die das Wohlbefinden fördern und helfen, im körperlichen und seelischen Gleichgewicht zu bleiben.

Veranstalter: Saarländisches Bündnis gegen Depression in Kooperation mit der LAG – Laufgemeinschaft Saarbrücken e.V.

Schon mal an Selbsthilfe gedacht?

Selbsthilfegruppen können bei Depressionen eine wertvolle Unterstützung bieten. Reden Sie mit Menschen, denen es so geht wie Ihnen.

Depressionselbsthilfegruppe finden Sie bei uns hier unter der Rubrik Rat und Hilfe in den Landkreisen

Mehr Informationen bei der KISS – Kontaktstelle für Selbsthilfe im Saarland

Selbsttest Depression

Ein Stimmungsfragebogen, der Anzeichen dafür liefert, ob bei Ihnen Anzeichen einer Depression vorliegen.

Dieser Fragebogen (= „Gesundheitsfragebogen für Patienten“ oder kurz „PHQ-9“) wird auch von Ärzten und Therapeuten für das Screening genutzt. Wenn Sie ihn hier auf der Seite ausfüllen ist das anonym und vertraulich.

Die Ergebnisse können Hinweise liefern, stellen aber keine medizinische Diagnose dar. Für eine gesicherte Diagnosestellung suchen Sie bitte Ihren Hausarzt, einen Facharzt oder Psychologen auf. Bitte tun Sie dies v.a., wenn Sie sich wirklich schon eine Weile nicht gut fühlen und sehr niedergeschlagen sind. Nehmen Sie doch das Ergebnis des Selbsttests mit – vielleicht kann es Ihnen helfen, einen Gesprächseinstieg zu finden.

Zum Fragebogen

Psychotherapeutische Sprechstunde

Schnell erfahren, was los ist. Kurzfristige Abklärung psychischer Beschwerden und erste Beratung. Menschen mit psychischen Beschwerden können schnell einen ersten Termin beim Psychotherapeuten erhalten. Von Psychotherapeuten ist grundsätzlich eine Sprechstunde anzubieten. Damit sind kurzfristig Termine von 25 oder 50 Minuten möglich, in denen Patienten eine erste Beratung bekommen. Sie erfahren, ob bei ihnen Selbsthilfe- oder Beratungsangebote ausreichen, ob sie psychisch erkrankt sind und welche Behandlung sie benötigen oder ob weitere diagnostische Abklärungen erforderlich sind.

mehr erfahren

Vermittlung von Psychotherapeutenterminen – Erweiterung der Terminservicestelle

Kassenärztliche Vereinigung vermittelt nun auch Termine für bestimmte psychotherapeutische Leistungen.

Die Terminservicestelle hat die Telefonnummer:
0681/857730

Die Terminservicestelle ist von montags bis freitags zwischen 09.00 und
12.00 Uhr für Patienten erreichbar.

KBV und der GKV-Spitzenverband haben die Vereinbarung über die
Einrichtung von Terminservicestellen und die Vermittlung von Facharztterminen um die
Regelung zur Psychotherapie angepasst. Hintergrund ist eine gesetzliche Vorgabe,
wonach die Terminservicestellen mit Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie
und einer neuen Psychotherapie-Vereinbarung am 1. April auch Termine für die
„Psychotherapeutische Sprechstunde und eine sich aus der Abklärung ergebende
zeitnah erforderliche Behandlung“ vergeben müssen. Nun gilt die Vermittlungspflicht
also auch für eine Psychotherapie-Sprechstunde und für die psychotherapeutische
Akutbehandlung.

Psychotherapeutische Sprechstunden dienen dem Erstkontakt. In dieser Sprechstunde
soll künftig abgeklärt werden, ob der Verdacht einer krankheitswertigen Störung besteht
und der Patient weitere Hilfe benötigt. Im Anschluss an die Sprechstunde besteht die
Möglichkeit einer „psychotherapeutischen Akutbehandlung“.
Das heißt, dass Patienten, die sich wegen einer Akutbehandlung an die
Terminservicestelle wenden, zuvor eine Psychotherapeutische Sprechstunde aufgesucht
haben müssen. Denn Voraussetzung für die Vermittlung eines Termins ist, dass ein
Psychotherapeut eine Empfehlung für eine Akutbehandlung ausgesprochen hat. Eine
Ausnahme besteht, wenn der Patient aus einer stationären Krankenhausbehandlung
oder aus einer rehabilitativen Behandlung entlassen wird. In diesen Fällen kann er sich
direkt an eine Terminservicestelle wenden.

Nach der gesetzlichen Regelung ist eine Überweisung generell nicht erforderlich.
San.-Rat Dr. Gunter Hauptmann, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen
Vereinigung Saarland rät Patienten auch hier, sich zunächst selbst an eine
psychotherapeutische Praxis zu wenden, um einen Termin zu vereinbaren. „Denn bei
der Vermittlung von Terminen bei Psychotherapeuten gilt das gleiche wie bei der
Vermittlung von Facharztterminen: Die Kassenärztliche Vereinigung kann keinen Termin
bei einem bestimmten Psychotherapeuten („Wunsch-Therapeut“) vermitteln, sondern vermittelt Termine bei Therapeuten, die der Kassenärztlichen Vereinigung freie Termine
gemeldet haben“.