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Online-Selbsthilfegruppe Depression dienstags in geraden Kalenderwochen um 18 Uhr

Die KISS – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland und das Saarländische Bündnis gegen Depression bieten jeden Dienstag an geraden Kalenderwochen um 18 Uhr eine moderierte Online-Selbsthilfegruppe zum Thema Depression an.

Die Teilnahme ist kostenlos und von zuhause aus per Video- oder Audiochat möglich. Teilnehmende benötigen lediglich ein Smartphone, ein Tablet, einen Laptop oder einen PC mit Kamera, Lautsprecher, Mikrofon und eine Internetflatrate.

Anmeldung unter kontakt@depression-saarland.de

Hinweise für an Depression erkrankte Menschen während der Corona-Krise

Die mit dem Corona-Virus verbundenen Ängste und Einschränkungen stellen für an Depression erkrankte Menschen große Herausforderungen dar. Denn: In einer Depression wird alles Negative im Leben vergrößert wahrgenommen und ins Zentrum gerückt, so auch die Sorgen und Ängste wegen des Corona-Virus. Betroffene können jedoch gegensteuern. Hier finden Sie einige Hinweise:

  1. Struktur: Strukturieren Sie Ihren Tag und Ihre Woche im Vorfeld. Vom morgendlichen Aufstehen, Arbeits- oder Lernzeiten, Mahlzeiten bis hin zu schönen Dingen, wie lesen, Serie schauen, Balkon bepflanzen, Yoga, Entspannungsübungen…
  2. Bleiben Sie aktiv! Eine Runde Joggen oder mit dem Fahrrad fahren wirken Wunder.
  3. Kontakte: Wenn Sie im Homeoffice sind oder gar in Quarantäne, verabreden Sie sich mit Freunden und Familie zum Telefonieren. Auch Chats oder Onlineforen helfen gegen die Einsamkeit.
  4. Schlaf: Sie fühlen sich erschöpft und neigen dazu, sich ins Bett zurück zu ziehen? Dies führt allerdings eher zu einer Zunahme des Erschöpfungsgefühls und der Depressionsschwere. Deshalb empfehlen wir, nicht früher ins Bett zu gehen oder sich tagsüber hin zu legen. Eine feste Tagesstruktur kann dabei helfen.
  5. Therapie: Auch während der bundesweiten Kontaktsperre können Sie in Ihre  Psychotherapeutische Praxis gehen. Die Besuche dort fallen unter die Regelungen zum “Arztbesuch” und Psychotherapie ist eine “notwendige medizinische Leistung”. Falls Sie z.B. aufgrund einer Quarantäne nicht zu Ihrem Psychotherapeuten gehen können, bieten viele Praxen inzwischen Video-Sprechstunden an. Fragen Sie bei Ihrem Therapeuten nach, ob das möglich ist. 
  6. Seriöse Informationen: Fakten mindern Ängste. Nutzen Sie seriöse Quellen, um sich zu informieren (Robert-Koch-Institut, BzgA) und checken Sie die Nachrichten nur so oft, wie es Ihnen gut tut.
  7. Hilfe: Sprechen Sie mit anderen über Ihre Sorgen und Ängste, z.B. mit der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222. Hausärzte, Fachärzte und psychiatrische Kliniken sind nach wie vor geöffnet. Scheuen Sie sich nicht in Krisen, nach Hilfe zu fragen.
  8. Nutzen Sie ein Online-Programm, wie z.B. unser Programm iFightDepression.

Weitere telefonische/digitale Unterstützungsangebote für psychisch erkrankte Menschen

Psychotherapeutische Sprechstunde

Schnell erfahren, was los ist. Kurzfristige Abklärung psychischer Beschwerden und erste Beratung. Menschen mit psychischen Beschwerden können schnell einen ersten Termin beim Psychotherapeuten erhalten. Seit dem 1. April 2017 ist von Psychotherapeuten grundsätzlich eine Sprechstunde anzubieten. Damit sind kurzfristig Termine von 25 oder 50 Minuten möglich, in denen Patienten eine erste Beratung bekommen. Sie erfahren, ob bei ihnen Selbsthilfe- oder Beratungsangebote ausreichen, ob sie psychisch erkrankt sind und welche Behandlung sie benötigen oder ob weitere diagnostische Abklärungen erforderlich sind.

Psychotherapeutensuche über www.psych-info.de oder

www.kvsaarland.de

Vermittlung von Psychotherapeutenterminen – Erweiterung der Terminservicestelle

Kassenärztliche Vereinigung vermittelt nun auch Termine für bestimmte psychotherapeutische Leistungen.

Die Terminservicestelle hat die Telefonnummer:
0681/857730

Die Terminservicestelle ist von montags bis freitags zwischen 09.00 und
12.00 Uhr für Patienten erreichbar.

KBV und der GKV-Spitzenverband haben die Vereinbarung über die
Einrichtung von Terminservicestellen und die Vermittlung von Facharztterminen um die
Regelung zur Psychotherapie angepasst. Hintergrund ist eine gesetzliche Vorgabe,
wonach die Terminservicestellen mit Inkrafttreten der neuen Psychotherapie-Richtlinie
und einer neuen Psychotherapie-Vereinbarung am 1. April auch Termine für die
„Psychotherapeutische Sprechstunde und eine sich aus der Abklärung ergebende
zeitnah erforderliche Behandlung“ vergeben müssen. Nun gilt die Vermittlungspflicht
also auch für eine Psychotherapie-Sprechstunde und für die psychotherapeutische
Akutbehandlung.

Psychotherapeutische Sprechstunden dienen dem Erstkontakt. In dieser Sprechstunde
soll künftig abgeklärt werden, ob der Verdacht einer krankheitswertigen Störung besteht
und der Patient weitere Hilfe benötigt. Im Anschluss an die Sprechstunde besteht die
Möglichkeit einer „psychotherapeutischen Akutbehandlung“.
Das heißt, dass Patienten, die sich wegen einer Akutbehandlung an die
Terminservicestelle wenden, zuvor eine Psychotherapeutische Sprechstunde aufgesucht
haben müssen. Denn Voraussetzung für die Vermittlung eines Termins ist, dass ein
Psychotherapeut eine Empfehlung für eine Akutbehandlung ausgesprochen hat. Eine
Ausnahme besteht, wenn der Patient aus einer stationären Krankenhausbehandlung
oder aus einer rehabilitativen Behandlung entlassen wird. In diesen Fällen kann er sich
direkt an eine Terminservicestelle wenden.

Nach der gesetzlichen Regelung ist eine Überweisung generell nicht erforderlich.
San.-Rat Dr. Gunter Hauptmann, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen
Vereinigung Saarland rät Patienten auch hier, sich zunächst selbst an eine
psychotherapeutische Praxis zu wenden, um einen Termin zu vereinbaren. „Denn bei
der Vermittlung von Terminen bei Psychotherapeuten gilt das gleiche wie bei der
Vermittlung von Facharztterminen: Die Kassenärztliche Vereinigung kann keinen Termin
bei einem bestimmten Psychotherapeuten („Wunsch-Therapeut“) vermitteln, sondern vermittelt Termine bei Therapeuten, die der Kassenärztlichen Vereinigung freie Termine
gemeldet haben“.

 

Selbsttest Depression

Ein Stimmungsfragebogen, der Anzeichen dafür liefert, ob bei Ihnen Anzeichen einer Depression vorliegen.

Dieser Fragebogen (= “Gesundheitsfragebogen für Patienten” oder kurz “PHQ-9”) wird auch von Ärzten und Therapeuten für das Screening genutzt. Wenn Sie ihn hier auf der Seite ausfüllen ist das anonym und vertraulich.

Die Ergebnisse können Hinweise liefern, stellen aber keine medizinische Diagnose dar. Für eine gesicherte Diagnosestellung suchen Sie bitte Ihren Hausarzt, einen Facharzt oder Psychologen auf. Bitte tun Sie dies v.a., wenn Sie sich wirklich schon eine Weile nicht gut fühlen und sehr niedergeschlagen sind. Nehmen Sie doch das Ergebnis des Selbsttests mit – vielleicht kann es Ihnen helfen, einen Gesprächseinstieg zu finden.

Zum Fragebogen

Die unterschätzte Krankheit

Depression ist eine der häufigsten Krankheiten. Schätzungsweise mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Nach der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) wird bei der Depression in leichte, mittelgradige oder schwere depressive Episoden unterschieden. Studien gehen davon aus, dass nur bei der Hälfte der Betroffenen die Störung erkannt wird – ein noch geringerer Anteil wird adäquat behandelt. Etwa 10 Prozent der Patienten, die wegen einer schweren depressiven Episode stationär behandelt werden, nehmen sich im weiteren Verlauf der Erkrankung das Leben.

Videos im Morgenmagazin

Video: Depressionen – Interview mit Maria Strauß, Universitätsklinikum Leipzig

Video: MOMA-Reporter: Depressionen – die unterschätzte Krankheit


Die Sendung mit der Maus Spezial

Einem Menschen mit einem gebrochenen Bein oder einem schlimmen Husten sieht man direkt an, dass es ihm gerade nicht gut geht. Es gibt aber auch Krankheiten, die sind nicht so leicht zu erkennen und auch der Kranke selbst kann gar nicht genau sagen, wo der Schmerz sitzt oder wo er herkommt. Hier erzählen vier mutige Kinder, wie sich so eine unsichtbare Krankheit anfühlt und wie sie damit umgehen.

In der Themensendung mit der Maus ist das Ziel, Kinder und deren Familien zu erreichen und über psychische Störungen im Kindesalter aufzuklären.

Zur Sendung und zur Homepage

Schon mal an Selbsthilfe gedacht?

Selbsthilfegruppen können bei Depressionen eine wertvolle Unterstützung bieten. Reden Sie mit Menschen, denen es so geht wie Ihnen.

Depressionselbsthilfegruppe finden Sie bei uns hier unter der Rubrik Rat und Hilfe in den Landkreisen

Mehr Informationen bei der KISS – Kontaktstelle für Selbsthilfe im Saarland